fantasmagorique

- être dans la lune

there she goes 22 Dezember, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 1:25 vormittags

… mit einem letzten Blick in den Kühlschrank:

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Er bzw. mein Fach ist fast leer, aber in Wirklichkeit ist er -wenn man genau hinschaut- gefüllt mit Erinnerungen an eine sehr schöne Zeit in Irland.

Und in etwas mehr als einer Woche geht es dann wieder weiter. Dann aus Berlin!

 

contradiction and perfection 16 Dezember, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 7:36 nachmittags

Weihnachtsstimmung kann nicht künstlich erzeugt werden. Weder durch blechern klingende Weihnachtsglocken vom Band, das alle zehn Minuten wieder am Anfang angekommen ist, und hinter einer im Boden festgeschraubten Edeltanne versteckt ist, noch durch acht kleine, dickbäuchige, mit den Hüften kreisenden Weihnachtsmännern aus Plasitk, die sich wie der Duracell-Hase im Kreis drehen und eine Trommel demolieren. Nein, das funktioniert nicht. Schon auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt in Dublin, der in den Docklands liegt -und mittels eines Stahlgerüstes auf dem Wasser “schwebt”-, fühlte ich mich  mit jedem Schritt ein wenig unsicherer, ob ich richtig bin. Soll dies das “Winder Wonderland” von Dublin sein, das jedem noch so bekannten Weihnachtsmarkt der Welt den Rang abläuft? Ich weiß nicht. Es lag nicht daran, dass es alles sehr klein dort war. Zumeist sind kleine Weihnachtsmärkte sowieso viel schöner. Auch hat es mich nicht gestört, dass am Eröffnungstag noch nicht viele Menschen dort waren. Was mich persönlich etwas überrascht hat, war das äußere Erscheinungsbild.

In den letzten Monaten habe ich an Irland -manchmal, wohlbemerkt- zu schätzen gelernt, dass nicht immer alles so streng und durchorganisiert sein muss. Damit möchte ich nicht sagen, dass es immer beruhigend ist, wenn sehr viele Dinge hier einfach sehr viel Zeit brauchen, bis etwas passiert. Aber diese Erfahrung führt auch dazu, dass man inzwischen selbst auch oft gelassener sein kann in vielerlei Hinsicht… Thema: Gelassenheit. Da hier alles etwas ruhiger und entspannter abläuft, so vermutet man auch, dass ein irischer Weihnachtsmarkt einen ähnlich lockeren Eindruck vermitteln könnte.

Aber weit gefehlt. Beim ersten Anblick des Weihnachtsmarktes war ich mir erst gar nicht mehr so sicher, ob ich mich die ganzen Monate nicht doch getäuscht haben könnte. Absperrzäune wie bei einem Konzert, Sicherheitskräfte, grüner Rollteppich in langen Bahnen, der den Weg vorgibt. Als exaktes Quadrat. Wo sonst Iren bei baulichen Dingen oft mehr als ein Auge zudrücken, schien mir diese Gestaltung geradezu perfekt. Zu perfekt für einen Weihnachtsmarkt, der Gemütlichkeit erst durch eine lockere Gestaltungsweise und leichte Unordnung erlangt. Oder die irischen Veranstalter dachten, dass diese Genauigkeit und geordnete Struktur einem Konitnentaleuropäer entgegenkommen könnte, wenn er angeblich so ordnungsliebend ist…

Bei meinem Gang über den Weihnachtsmarkt von rechts unten nach links unten im Quadrat kreuzte ich etwa auf halber Strecke einen Stand mit Rostbratwürstchen. Leider gab es ansonsten nicht viele Dinge zu probieren, wenn man gerade großen Hunger hat, und so habe ich mich dann doch dafür entschieden. Dass es sich bei der Dame, die mir wortlos und ohne eines Blickes die Bratwurst in die Hand drückte und dabei “Five Euro” sagte, nur um eine Frau aus Deutschland handeln konnte, brauche ich sicherlich nicht zu erwähnen… Dass ich dann weder Appetit noch Lust hatte, ihr das Geld in die Hand zu drücken, verwundert auch nicht mehr weiter. Aber geschmeckt hat es dann doch irgendwie schon, auch wenn der Beigeschmack nicht sehr positiv war. Mir wurde nämlich schlagartig bewusst, dass ich in etwa einer Woche wieder vielen dieser unfreundlichen Menschen begegnen werde. Durch die Iren ist man doch schon etwas verwöhnt was Freundlichkeit anbetrifft. Aber ich weiß auch, dass es doch noch viele Ausnahmen von dieser Unfreundlichkeit gibt. :-)

 

twinkling – luminous…and somehow marvellous 28 November, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 7:08 nachmittags

So, da wären wir wieder einmal an dem Punkt angekommen. Das ganze Jahr über verdrängt man diesen Gedanken, und dann ist es plötzlich doch wieder da… dieses Glitzern, das Leuchten, diese erzwungene Wärme, der Zwang zur “schönen Stimmung” und den verschiedensten Düfte in der Luft, die die Sinne vernebeln sollen, den Verstand ausschalten, damit auch ja niemand vergisst, dass da doch noch etwas war. Die Vorweihnachtszeit.

Eigentlich befinde ich mich hier momentan eher auf “neutralem” Boden. Dundalk ist, abgesehen von dem neuen Einkaufszentrum -das mit einem übereiligen Santa, der mit einem sehr neuzeitlichen Feuerwerk auf dem Dach landet und Kindern wie ein Popstar zuwinkt, Kilometern von Lichterketten aus Fernost und einem Meer aus pinkfarbenen, plüschigen Geschenken für kleine Mädchen aufwartet- doch sehr … abgeklärt. Anders kann man es nicht sagen. Kein Funkeln, kein Glitzern, nur ein Plakat, das darauf hinweist, dass es für die weihnachtliche Stimmung ja das Einkaufszentrum gäbe. Auf der anderen Seite ist es auch mal sehr angenehm, nicht bei jedem Gang durch den Ort von dem Duft angebrannter Rostbratwürstchen, einem Turm aus Zuckerwatte -klebt sowieso immer eher im Haar oder an der Nase- oder einem riesigen Lebkuchenherz, das kaum zu tragen ist, wenn man nicht gerade die durchtrainierte Nackenmuskulatur eines Bobfahrers hat, bombardiert wird.

Aber… es war klar, dass das nun kommt, ein bisschen fehlt es doch! Es muss ja nicht gleich ein Turm aus Zuckerwatte sein, vielleicht gerade so viel, dass sie nicht an der Nase klebt. Ein ganz kleines Lebkuchenherz, das ganz schnell aufgegessen werden kann, wenn gerade niemand guckt. Das reicht ja schon. :-)

Und so habe ich mich auf die Suche nach der irischen Weihnachtsstimmung gemacht. Irgendwo muss sie sich ja versteckt haben. Bisher zeichnete sie sich meist dadurch aus, dass überall kleine “Robins” zu sehen waren. Wer jetzt an Robin Hood denkt, dem sei gesagt, in Irland war er nie. ;-) Nein, vielmehr sind die kleinen Rotkehlchen gemeint, die auf Postkarten, Weihnachtskugeln, Tischdecken und auch sonst permanent als Objekt für weihnachtliche Dekorationskunst missbraucht werden. Oder Santa tarnt sich als Robin…

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Auf jeden Fall dachte ich mir, dass das ja noch nicht alles sein kann. Und dem war auch so, wie ich zu meiner Freude feststellen durfte. Dublin hat in diesem Jahr zum ersten Mal (!) einen Weihnachtsmarkt. Auch wenn mich das Gefühl beschleicht, dass jedes Land eine andere Vorstellung von einem typischen Weihnachtsmarkt hat, so bin ich trotzdem gespannt. Denn die Dublin Docklands -wo der Weihnachtsmarkt statt finden wird- haben die Messlatte doch sehr hoch gesetzt. Auf ihrer Seite im Internet schreiben sie, dass es nicht nötig sei, für den Besuch eines Weihnachtsmarkts nach München, Wien oder Prag zu reisen, um einen “traditionellen” Weihnachtsmarkt zu erleben. Nun dann.

So werde auch ich am 12. Dezember zur Eröffnung des “European style Christmas market” nach Dublin fahren und gespannt sein auf “carol singers, stocking fillers, a German theme bar with mulled wine” und natürlich meinem Favoriten der “deliciously indulgent hot chocolate” … Ob das nun wirklich alles sehr Irisch ist, wage ich zu bezweifeln.

Aber ich schaue mir trotzdem mal “the winter wonderland of twinkling lights and Christmas trees” bei wahrscheinlich gefühlten 13°C und einigen letzten Sonnenstrahlen an.

 

beach holiday with a muffler 15 November, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 1:31 vormittags

Inzwischen kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon gefragt wurde: “Und, regnet’s in Irland auch so sehr?” In der Regel antworte ich dann: “Nein, es regnet nicht.” Dann höre ich meist erst ein kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung, dann ein “Hm … aha.” Anschließend ein: “Das ist aber wirklich … komisch. Also hier regnet’s jedenfalls schon seit Tagen.”

Ich versuche dann immer zu erklären, dass Dundalk scheinbar geografisch sehr günstig gelegen ist, und die Regengebiete diese Region so gut wie immer außen vor lassen. Aber irgendwie will ich das Gefühl nicht loswerden, dass meine Gesprächspartner immer nur milde lächeln und sich denken: “Das arme Mädchen, schon kein leckeres Essen dort, und dann muss sie auch noch mit dem ganzen Regen leben. Kein Wunder, dass sie sich nicht traut, die Wahrheit zu sagen. Es regnet doch schließlich immer in Irland. Das braucht sie doch nicht abstreiten. Wir wissen es doch alle, dass das Wetter dort nun mal nicht so toll ist. “

Darum möchte ich heute noch einmal die Gelegenheit nutzen zu erwähnen, dass es wirklich nicht in der Häufigkeit in Irland regnet, wie man es sich in Deutschland sonst erzählt. In elf Wochen hat es bisher so selten geregnet, dass ich es noch gut mitzählen konnte: fünf Tage Regen und zusätzlich zwei weitere Tage Nieselregen mit Nebel am Vormittag. Das war alles. Wirklich. :-)

Wenn ich jetzt auch noch sage, dass man sich in Dublin auch im Herbst noch wie in St. Peter-Ording am Strand fühlen kann, weil das “irische Wetter besser ist als sein Ruf”  ist , so werden meine Gesprächspartner wohl endgültig vom Glauben abfallen. ;-)

 

Relax … 14 November, 2007

Einsortiert unter: Berlin,Irland — fantasmagorique @ 4:47 nachmittags

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Ich muss zugeben, dieses Bild wird nicht jeder verstehen, aber dennoch möchte ich es heute einstellen, um kurz zu verdeutlichen, weshalb seit dem letzten Eintrag schon so viel Zeit vergangen ist. Sagen wir es mal so … wenn ich morgens in den Spiegel schaue, erkenne ich gewisse Parallelen zu dem Gesichtsausdruck dieses Jungbullens. ;-) (Natürlich immer nur für einen Moment, dann ist wieder alles normal!)

Nachdem die letzten elf Wochen unglaublich schnell vergangen sind, ist nämlich jetzt schon langsam die Zeit der ganzen Vorprüfungen angebrochen. Die Abschlussprüfungen lassen auch nicht mehr lang auf sich warten, und manchmal fragt man sich schon, wie man da noch hinterher kommen soll. Die Zeit nach Irland will schließlich auch schon etwas geplant werden. Dann geht es nach Berlin, und es ist bisher gar nicht so leicht, dort eine geeignete WG zu finden. Aber wie es scheint, könnte sich inzwischen vielleicht sogar schon etwas gefunden haben … On verra. Es ist nur manchmal komisch, wenn man noch in Irland ist, aber schon die (kurze) Zeit zu Hause vor Augen hat, dann eine Unterkunft in Berlin sucht, und sich gleichzeitig schon mit der Diplomarbeit befasst. Obwohl aus der derzeitigen Perspektive selbst Weihnachten noch in relativer Ferne liegt. Da kann man schon mal so komisch gucken irgendwann. ;-)

 

Rocky captured the coffee dock 10 Oktober, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 8:36 nachmittags

Nach rund sechs Wochen in Irland ist es allmählich ruhiger geworden. Die Studenten finden alle ihre Räume, und große Gesichter mit fragenden Augen sind nicht mehr zu finden. Bei anderen Dingen frage ich mich, ob es die eingetretene Ruhe ist, oder ob ich mich nun an viele Dinge einfach schon gewöhnt habe, dass mir momentan nicht mehr so oft etwas auffällt, was erwähnenswert wäre.

Diesem Gedanken nachhängend saß ich gestern früh noch recht müde - und den Bewley’s Tee (Sorte Irish Breakfast) mit einem Löffel gegen den Uhrzeigersinn umrührend - in der Mensa. Am Tag zuvor hatte ich eine Vorlesung zum Thema “Irish Society and Social Change”. Forscher versuchen Iren in Zahlen und Statistiken zu objektivieren, zu verallgemeinern, zu simplifizieren, um dies in dicken Untersuchungsberichten dann für die Ewigkeit festzuhalten. Vielmehr würde ich diesen Personen zu einem Besuch der Mensa raten, allein, und mit einem heißen Tee. Dann ein wenig beobachten … und wirken lassen.

Nachdem der Tee genug gerührt wurde, und die angesprochene “Forschungsarbeit” beginnen konnte, zog auch schon vor dem Aufblicken der leicht süßliche Geruch aus Baked Beans, Sausages, Bacon, Potato Waffles sowie einem Spiegelei mit Toast in meineNase. Dazu noch eine weitere Scheibe Toast mit Marmelade, und das Irish Breakfast ist komplett. Bei mir blieb es vorerst nur bei dem Tee, der selbigen Namen trägt.

Alternativ stünde auch noch ein recht groß geratenes Baguette zur Auswahl, welches nach Belieben mit den unterschiedlichsten Dingen belegt werden kann. Dabei fällt auf, dass hier der Käse sehr gern geraspelt zu sich genommen wird. Im Supermarkt gibt es ein langes Regal mit Käse, überall Käse … Cheddar, Cheddar in Scheiben, Cheddar am Stück, Cheddar hell, Cheddar rot, Cheddar hell geraspelt, Cheddar rot geraspelt …

Der Gedanke an die vielen Käsevarianten wurde durch lautes Jubeln und Schreien unterbrochen. Plötzlich kam er den Gang lang, auf dem Rücken der hellgrauen Joggingjacke stand in silbernen und schillernden Lettern “Rocky”. Von der Statur passte es absolut …  der kleine, aber feine Unterschied war, dass es sich hierbei um eine Frau handelte. Allerdings ging sie wie Rocky, nach einem seiner größten Siege. Wahrscheinlich hatte sie irgendeinen Sportwettbewerb gewonnen. Vom Körperbau wäre Rugby oder Hurling wohl der passende Sport gewesen.

Es ging auch nicht darum zu wissen, was oder wobei sie gewonnen hatte -das wusste kaum jemand im Coffee Dock-, aber es freute sich trotzdem jeder. Das ist eine sehr angenehme Eigenschaft der Iren. Sie überprüfen nicht erst im Detail, ob es das “wert” ist, sich zu freuen. Man freut sich einfach.

Am Nebentisch links unterhielt sich eine Gruppe irischer Studentinnen -mit den obligatorischen durch ein Glätteisen bearbeiteten Haaren- und plötzlich hörte man nur noch einen spitzen Schrei und danach ein unbeschreiblich lautes Gelächter. Ein Ire hat sein Tablett verloren … mit dem Sandwich drauf, welches nun auf dem Nebentisch lag.  Diese Ausgelassenheit ist nur schwer in Worte zu fassen. In Deutschland lacht man auch, aber manchmal nur halbherzig oder aus Schadenfreude. Hier steht der Spaß im Vordergrund. Man lacht nicht über einen Menschen sondern mit ihm.

Nur rechts von mir … ein böser Blick. Der Student -mit dem Haarschnitt wie frisch vom ansässigen Ortsfriseur- wirkte nicht sehr begeistert, da dieser schon die ganze Zeit wie in Trance seine Zeitung las. In diesem Fall kann es sich nur um das irische Pendant zum deutschen “Kicker” handeln. Jegliche Störung, sei sie noch so minimal, wird dann nicht geduldet. Höchstens ein Schluck aus dem kleinen mensaüblichen “Milchfässchen” à 500 ml beim Umblättern der Seite kann diese Lektüre kurzzeitig unterbrechen. Ansonsten wird nur meditativ zelebriert.

Auch ein Fan dieses Getränks ist einer meiner lustigen Kommilitonen aus Singapur, welcher das Tablett weiter nach rechts zu dem Tisch aus Fernost balancierte. Das Lachen von dem Tisch erhöhte den Geräuschpegel nur noch um wenige weitere Dezibel, denn viel lauter konnte es eigentlich sowieso nicht mehr werden. Eigentlich … ;-)

Denn … man sollte die Iren niemals unterschätzen! Sie können alles noch ein wenig steigern. Am Tisch im hinteren Teil des Coffee Docks saßen etwa zwölf junge Studenten, die -die Betonung liegt auf eigentlich- frühstückten, bis einer von ihnen mit einem dezenten Lächeln feststellte, was man so ein Teller doch mit dem richtigen Rhythmus für gute Klänge entlocken kann. Der Rest der Gruppe wartete nicht lang, und jeder ergänzte auf seine Weise etwas. 

Binnen weniger Augenblicke erreichten diese Studenten, dass die restlichen Studenten an den anderen Tischen der Mensa den Geräuschpegel auf fast 0 dB heruntersenkten, um ihnen zuzuhören. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass im Anschluss daran kein gewöhnlicher Dezibelmesser mehr gereicht hätte. Diese Atmosphäre kann kein in Buchstaben gepresster Bericht mit dem Titel ”Irish Society” vermitteln. Auch kann er nicht erklären, wie erst Rocky und dann ein Teller dafür Auslöser sein konnten, dass ein paar Hundert Studenten eine Stimmung wie bei einem Konzert erzeugten.

Man muss nur mal ganz in Ruhe einen Tee trinken.

 

A Brainteaser Part III 5 Oktober, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 5:44 nachmittags

Bei diesem Bild handelt es sich nicht mehr um einen Kühlschrank wie zuvor, aber nun trotzdem eine Frage:

Was ist das bzw. wo könnte man so etwas vorfinden?

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baby boomer ? 23 September, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 6:10 nachmittags

Ich muss zugeben, dass ich mir bisher noch nicht viel Gedanken über Einkaufswagen gemacht habe. Die Größe mag variieren, manchmal ist er auch schneller voll als man denkt oder man ärgert sich schon mal, dass man unter 100 möglichen Einkaufswagen wieder genau jenen erwischt hat, an dem das Rad kaputt ist… aber so ganz allgemein? Ein Einkaufswagen sieht in der Regel immer gleich aus. Bei uns in Deutschland ist die Modellvielfalt sehr eingeschränkt, und so könnte dieser Wagen als Beispiel dienen:

                

Gestern jedoch, als ich selbst vom Einkaufen kam, und mit einigen Tüten beladen nach einem Großeinkauf den halben Ort durchqueren musste, kreuzte ich -um den Weg abzukürzen- den Parkplatz eines Supermarkts. Einsam und verlassen stand dort ein Einkaufswagen. Unter normalen Umständen wäre ich einfach weitergegangen, denn eigentlich lag mir mehr daran, die Tüten schnellstmöglich nach Hause zu tragen -die Schwerkraft war schon viel zu deutlich spürbar-, als mir irgendeinen Einkaufswagen anzuschauen. Aber dieser Wagen war doch irgendwie anders. (s.o.)

Zunächst kommt der Gedanke auf, dass dieser Supermarkt einfach nur kinderfreundlich sei. Aber auch in anderen Supermärkten ist diese Art von Einkaufswagen durchaus zumeist als Standard vorgesehen. Und das wahrscheinlich auch nicht ganz ohne Grund, wie man annehmen möchte.

Mein bisheriger Eindruck, dass -verglichen mit Deutschland- in Irland sehr viele Frauen schwanger sind bzw. man in der Stadt gefühlte 40 Kinderwagen pro Stunde sichtet, deckt sich mit den statistischen Daten zu der sog. “Fertilitätsrate” bei Frauen. Für dieses Jahr liegt sie derzeit geschätzt bei knapp 1,9 Kindern pro Frau in Irland sowie gerade mal 1,4 Kindern pro Frau in Deutschland. Nur in Frankreich kommen derzeit mehr Kinder zur Welt. (Vgl. www.cia.gov ; World Factbook) Zwar ist bekannt, dass in konjunkturellen Hochphasen (in Irland liegt die Arbeitslosenquote nur bei rund 4% mit einem realen Wirtschaftswachstum von über 5%) die Neigung steigt, eine Familie zu gründen, aber dies reicht nicht als Begründung aus. Bei einem realen Wirtschaftswachstum in Deutschland von geschätzten 2,5% müssten demnach ja sonst auch bald doppelsitzige Einkaufswagen eingeführt werden, wovon eher nicht auszugehen ist …

Die “Doppelsitzer” sind eigentlich eher damit zu begründen, dass in Irland neben einem absoluten Abtreibungsverbot auch ein noch eher traditionelles Familienbild existiert. Im Jahr 2002 sprach sich Ministerpräsident Ahern mit der katholischen Kirche für eine weitere Verschärfung des Abtreibungsrechts aus, das bei einer Abtreibung eine Gefängnisstrafe von bis zu 12 Jahren vorsah. Dieses Referendum ist jedoch -zum Glück- gescheitert. Es sind sogar Fälle bekannt, in der die irische Gesundheitsaufsicht (HSE) irischen Frauen die Ausreise in das benachbarte Großbritannien für eine Abtreibung untersagte bzw. die Polizei einschaltete, dies zu verhindern.

Auch wenn die Iren allgemein in jeglicher Hinsicht sehr locker und offen sind, die “Doppelsitzer” haben jedoch einen ernsten Hintergrund mit einem, wie ich finde, negativen Beigeschmack.

 

heavenward 21 September, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 8:53 nachmittags

Selbst Wolken können in Irland sehr schön sein …

                

 

a copious supply of … nothing 16 September, 2007

Einsortiert unter: Irland — fantasmagorique @ 12:01 nachmittags

Dass hier in Irland viele Dinge -mal abgesehen von Kleidung- sehr teuer sind, besonders wenn inzwischen viele Pints bei meinen männlichen Mitbewohnern zu Buche schlagen, dürfte hiermit eindeutig belegt sein (welche Schrankhälfte es ist, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen ;-) ):

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Da verwundert es mich nun gar nicht mehr, dass die irischen Damen tagsüber immer in Jogginghosen anzutreffen sind, denn diese gibt es bereits für 3 € mit einem T-Shirt für 2 € zu kaufen. Bei manchen Lebensmittelpreisen ist das auch nicht verwunderlich. Viele Produkte kosten in Irland mehr als doppelt so viel (und schmecken dann nicht mal) verglichen mit Preisen in Deutschland – da wird so ein Jogging-Outfit schnell mal zur “Nationaltracht” … Im Umkehrschluss sollte man nun aber nicht denken, dass die Menschen in Irland alle sehr schlank sein müssen. Ein riesiger Sack mit vielen kleinen Chipstüten kostet oft nicht mal 3 €, was die Jogginghose damit auch wieder erklärt. 

 

 
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