Eigentlich müsste ich heute noch ein Foto meiner Schuhsohlen hinzufügen, denn es waren nicht nur einige Kilometer, die ich heute durch Dublin gelaufen bin. Die ganzen Fotos sprechen für sich.
Mit dem Bus ging es wieder los, und obwohl wir dieses Mal nicht auf der Autobahn in den Gegenverkehr gefahren sind, so war es doch wieder ein Erlebnis. Wenn man in den Bus steigt, weiß man vorher nie, ob man am Ende auch wirklich ankommt. Auf der Rückfahrt sollte der Bus nur zwei Haltestellen anfahren, aber er hat auf Wunsch jeden nach Hause gefahren. So habe ich heute Orte kennen gelernt, die so klein sind, dass sie auf keiner Karte existieren. Am Ende war es ein sehr großer Umweg, aber dafür hat der Busfahrer mich dann auch praktisch direkt vor der Tür abgesetzt.
Zurück zu Dublin. Verglichen mit Dundalk ist Dublin riesig, obwohl man nicht merkt, dass dort über 1,1 Millionen Menschen leben sollen. Manchmal wirkt die Stadt eher wie eine mittelgroße Stadt im Ruhrgebiet, und nicht wie die Hauptstadt Irlands. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Architektur doch sehr viel ansprechender ist…
Sollte mir mein Dundalk irgendwann doch einmal zu ruhig und klein sein, so geht es mit einem der vielen gut gelaunten Busfahrer von Bus Eireann nach Dublin. Besonders auffallend war, dass gerade die Damen in Dublin doch ein bisschen mehr von Mode verstehen – verglichen mit der Grafschaft Louth.
Hier in Dundalk gibt nämlich es zwei Trends schlechthin:
1. Ein Jogginganzug mit Turnschuhen und großen Ohrringen.
2. Für alle anderen Fälle und zu jeder Tageszeit einen Rock, der eigentlich doch nicht mehr als Rock bezeichnet werden kann, dazu ein Oberteil in den tollsten Farben, dass aber maximal die Brust bedecken darf, wobei oben noch ein sehr tiefer Ausschnitt nicht fehlen darf. Was dann noch von dem Oberteil übrig ist, darf sich jeder selbst ausmalen. (Da man hier scheinbar sehr früh heiratet, schieben die Frauen in diesem Dress dann einen Kinderwagen vor sich her. Etwa 60% der Mütter hier sind noch nicht volljährig.)
In Dublin hingegen war es eine Wohltat für die Augen, Frauen zu sehen, die durchaus „normal“ gekleidet waren. Aber diese Stadt bietet auch noch sehr viele andere gute Gründe, sie noch weitere Male aufzusuchen!
Morgen beginnt nun der erste Tag der Einführungswoche am DkIT. Ein bisschen gespannt bin ich schon, denn der Campus macht einen sehr einladenden Eindruck. Auch wenn er nicht gerade mit dem Trinity College zu vergleich ist, so hat er doch seinen eigenen Charme.



