fantasmagorique

- être dans la lune

Baile Átha Cliath 3 September, 2007

Einsortiert unter: Allgemein,Irland — fantasmagorique @ 11:31 nachmittags

Eigentlich müsste ich heute noch ein Foto meiner Schuhsohlen hinzufügen, denn es waren nicht nur einige Kilometer, die ich heute durch Dublin gelaufen bin. Die ganzen Fotos sprechen für sich. ;-) Mit dem Bus ging es wieder los, und obwohl wir dieses Mal nicht auf der Autobahn in den Gegenverkehr gefahren sind, so war es doch wieder ein Erlebnis. Wenn man in den Bus steigt, weiß man vorher nie, ob man am Ende auch wirklich ankommt. Auf der Rückfahrt sollte der Bus nur zwei Haltestellen anfahren, aber er hat auf Wunsch jeden nach Hause gefahren. So habe ich heute Orte kennen gelernt, die so klein sind, dass sie auf keiner Karte existieren. Am Ende war es ein sehr großer Umweg, aber dafür hat der Busfahrer mich dann auch praktisch direkt vor der Tür abgesetzt. :-)

Zurück zu Dublin. Verglichen mit Dundalk ist Dublin riesig, obwohl man nicht merkt, dass dort über 1,1 Millionen Menschen leben sollen. Manchmal wirkt die Stadt eher wie eine mittelgroße Stadt im Ruhrgebiet, und nicht wie die Hauptstadt Irlands. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Architektur doch sehr viel ansprechender ist… ;-) Sollte mir mein Dundalk irgendwann doch einmal zu ruhig und klein sein, so geht es mit einem der vielen gut gelaunten Busfahrer von Bus Eireann nach Dublin. Besonders auffallend war, dass gerade die Damen in Dublin doch ein bisschen mehr von Mode verstehen – verglichen mit der Grafschaft Louth.

Hier in Dundalk gibt nämlich es zwei Trends schlechthin:

1.  Ein Jogginganzug mit Turnschuhen und großen Ohrringen.

2. Für alle anderen Fälle und zu jeder Tageszeit einen Rock, der eigentlich doch nicht mehr als Rock bezeichnet werden kann, dazu ein Oberteil in den tollsten Farben, dass aber maximal die Brust bedecken darf, wobei oben noch ein sehr tiefer Ausschnitt nicht fehlen darf. Was dann noch von dem Oberteil übrig ist, darf sich jeder selbst ausmalen. (Da man hier scheinbar sehr früh heiratet, schieben die Frauen in diesem Dress dann einen Kinderwagen vor sich her. Etwa 60% der Mütter hier sind noch nicht volljährig.)

In Dublin hingegen war es eine Wohltat für die Augen, Frauen zu sehen, die durchaus “normal” gekleidet waren. Aber diese Stadt bietet auch noch sehr viele andere gute Gründe, sie noch weitere Male aufzusuchen!

Morgen beginnt nun der erste Tag der Einführungswoche am DkIT. Ein bisschen gespannt bin ich schon, denn der Campus macht einen sehr einladenden Eindruck. Auch wenn er nicht gerade mit dem Trinity College zu vergleich ist, so hat er doch seinen eigenen Charme. :-)

 

A brainteaser 2 September, 2007

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Welches Fach dieses Kühlschranks gehört mir?

                           img_1293.jpg

 

au loin – ou le tram 107 embaumé 28 August, 2007

Einsortiert unter: Allgemein,Irland — fantasmagorique @ 3:24 vormittags

Es gibt Stunden, die einem gefühlten Augenblick entsprechen. Als könnte ein kleines Zwinkern dazu führen, dass ein Tag Flügel bekommt und nicht ansatzweise greifbar ist. Eigentlich ist mir der Abreisetag noch sehr fern, nur der Kalender erinnert mich daran, dass es noch genau zwei Tage sind. Darum wird heute endlich gepackt! Mein Zimmer fühlte sich wahrscheinlich noch geschmeichelt, wenn man es als chaotisch bezeichnete ;-) Einzig die Tatsache des Vorhandenseins vieler Listen, beruhigt micht ein wenig in diesem Durcheinander – auch wenn sie am Ende doch oft ungelesen im Papierkorb landen. Aber dennoch -wenn auch anders- haben sie ja im Prinzip ihren Zweck erfüllt.

Heute bin ich vorerst zum letzten Mal mit der Straßenbahn durch Essen gefahren. Leider gerade zu diesem Zeitpunkt, wenn Scharen entnervter junger Menschen die Schulgebäude verlassen. Der Duft von Sporttaschen sowie deren Besitzer, die das Wissen um viele gemeinsame Stunden schweißtreibender Körperertüchtigung teilen, ein kleiner Junge mit dem Rest seines Wurstpausenbrotes vom Morgen, junge Frauen mit schrillen Stimmen im kaum mehr zu ertragenden Frequenzbereich, gepaart mit zerplatzenden Kaugummiblasen und den glitzernden Ohrläppchen mancher jungen -extrem von der (künstlichen) Sonne gebräunten- Männer, unterlegt mit unterschiedlichen Klingeltönen des Handyklingeltonanbieters J., vermischt mit dem dumpfen Zischen eines Kronkorkens der Bierflasche gegen den Mittagsdurst…

So fühlt sich eine letzte Fahrt an, bevor es in ein Land geht, das Dundalk mit nicht mal 40.000 Einwohnern als 6. größte Stadt Irlands bezeichnet. Wenn eine Sache feststeht, dann ist es die Tatsache, dass die obige Situation (mal ganz abgesehen von nicht vorhandenden Straßenbahnen) so nicht eintreten wird. Die Einwohnerdichte lässt es wahrscheinlich nicht zu, dass mich das Wurstbrot eines schmatzenden Jungen im Nacken stören könnte bzw. der Schall der zerplatzten Kaugummiblase aus der Ferne mein Ohr erreichen wird.

In dem Moment hatte ich wirklich nicht das Gefühl, die Entscheidung zu bereuen, einen kleinen Ort für ein Auslandsaufenthalt gewählt zu haben. Aber wer weiß, vielleicht wird man selbst DAS mit einem ausreichenden Abstand irgendwann ein bisschen vermissen. Irgendwie. ;-)

 

intempéries… et sept 23 August, 2007

Einsortiert unter: Allgemein,Irland — fantasmagorique @ 1:34 vormittags

Wie der Titel es schon sagt, es könnte besser sein. Aber auf der anderen Seite werde ich dann in dieser Hinsicht praktisch keine Umstellungsschwierigkeiten haben ;-) Das könnte man meinen! Denn im Gegensatz zu dem “herrlichen” Sommerwetter hier ist es zwar in Irland mit ca. 20°C etwas kühler, aber dafür regnet es praktisch nicht. Auch in den nächsten Tagen soll es weiterhin so bleiben. Das hätte ich vor einigen Monaten in der Form nicht so erwartet. Auf diese Weise wäre dann auch wieder mal ein weiteres Vorurteil ausgeräumt, dass es in Irland nur regnet, neblig ist sowie das Wetter dort jeden Menschen nur depressiv machen kann…es sei denn, ein Pint ist gerade in der Nähe. Nein, ich glaube schon, dass das Gegenteil beweisbar sein wird.

Soeben hat ein neuer Tag angefangen. Und mit diesem Tag sind es nur noch sieben Tage, bis es dann am kommenden Donnerstag zu früher Stunde losgeht. Wie weit bin ich nun? Das ist eine gute Frage. Zwar habe ich mich inzwischen schon getraut, die Tasche einmal etwas näher in Augenschein zu nehmen, aber es hält sich doch alles sehr in Grenzen. Einiges ist gepackt, und der große Rest liegt noch überall verteilt. Ich vermute, es wird doch eher am Ende ein sehr spontanes Unterfangen. Irgendwie fallen mir auch sowieso immer eher andere Dinge ein, die noch erledigt werden müssen. Nun ja, und dann war da noch … sagen wir mal, ein recht positives Ereignis, welches meine prinzipiell noch weit entfernte Diplomarbeit doch sehr in den Vordergrund hat rücken lassen. So werden die Vorbereitungen für Irland wieder einmal vertagt, und es zieht mich noch einmal in die Bibliothek, um eine erste Gliederung meines Themas vorzubereiten. Aber in diesem Fall ist Spontaneität gefragt! :-)

 

avant de lancer 10 August, 2007

Einsortiert unter: Allgemein — fantasmagorique @ 10:14 nachmittags

Man stelle sich vor, eine Person kommt auf die Idee, im Internet nach einem interessanten Blog zu suchen. Fündig wird sie bei weltweit aktuell rund 91 Millionen Blogs mit Sicherheit. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob denn nun auch alle Blogs interessant sind. Wohl kaum. Im Prinzip ist sogar schon alles gesagt bzw. über alles geschrieben, was die Welt nicht bewegt. Das stimmt. Für jeden Gedanken, für jedes noch so kleine Problem und  jede Stimmungslage gibt es einen Blog. Der Mensch möchte sich mitteilen – sei es noch so nebensächlich. Und wer soll dieses Blog lesen? Sowohl diese Wahrscheinlichkeit als auch die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt das Interesse eines Lesers wecken könnte, ist, sagen wir es einfach so wie es ist, gering … um es mal positiv auszudrücken.

Die Schlussfolgerung wäre: die Welt braucht keinen weiteren Blog. Richtig. Es geht aber auch nicht darum, ob es “gebraucht” wird. Da gibt es ganz andere  -entscheidend lebenswichtigere- Dinge. Hierbei geht es auch nicht um solche Anmaßungen. Viele Menschen sagen, sie schreiben einen Blog, um endlich einmal das zu sagen, was sie noch nie sagen konnten / durften. Diese Auffassung teile ich nicht. Auch möchte ich einen zufälligen Leser (was bei dem Namen dieses Blogs die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls nochmals verringern dürfte) nicht sofort mit irgendwelchen Banalitäten abschrecken.

A propos … Name. Fantasmagorique. Als ich den Namen im Vorfeld bei einigen Personen fallen ließ, erntete ich -um in der Stochastik zu bleiben- verwirrte Blicke mit einer Wahrscheinlichkeit gegen 1. Woran denkt man bei diesem Namen?

Nach der neuen Rechtschreibung vielleicht an eine Symbiose aus Fantasie und Magie. Auch wurde ich gefragt, ob ich da nicht gerade einen gedanklichen Fehler begehe, da ich doch bestimmt “fantastique” meine. (Anzumerken sei an dieser Stelle, dass sich diese Aussage bei den betreffenden Personen mit einer tief  in Falten gelegten Stirn paarte, denn als amie der franzözischen Sprache dürfte mir solch ein fataler Fehler nun wirklich nicht passieren!)  Bei dieser Empörung war ein zwangsläufiges Lächeln meinerseits kaum zu unterdrücken.

Nein, ich meinte es nicht. Und gleichzeitig stimmt es irgendwie schon. Denn “fantasmagorique” ist grundsätzlich ein Synonym für “fantastique”. Aber dieses Adjektiv ist nicht so abgegriffen und lässt eine größere Gedankenfreiheit.

 Freiheit, die für das Leben wichig ist. Denn sowohl leben als auch das Leben, beides ist “fantasmagorique”! Und darüber möchte ich schreiben.

 

 
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